Erste Hilfe

Es gibt eine große Bereitschaft an der Schule einander zu helfen. Wenn man dann auch noch weiß, wie man das richtig macht, ist das natürlich hervorragend. Bei uns organisieren dafür ausgebildete Schüler den Schulsanitätsdienst in Zusammenarbeit mit der Johanniter Unfallhilfe weitgehend selbständig.

Ausbildung: In jedem Jahr werden alle Schüler der 8. Klassen in einem zweitägigen Erste-Hilfe-Kurs unterrichtet. Diese Schulungen im Klassenverband finden noch vor der großen Klassenfahrt nach Israel statt und wirken auch präventiv. Die Schüler, die noch mehr lernen wollen, können eine Ausbildung zum Schulsanitäter (Betriebssanitäter) erhalten. Sie arbeiten nach bestandener Prüfung im Schulsanitätsdienst mit, übernehmen also regelmäßig Dienste und übernehmen die Erstversorgung, bestellen und erneuern Verbandsmaterialien, dokumentieren ihre betreuten Fälle und organisieren für sich selbst Fortbildungen. Werden sie von Kollegen, Mitschülern oder der Sekretärin gerufen, nehmen sie aus dem Schlüsselkasten den Schlüssel zum Sanitätsraum und holen ihren Erste-Hilfe-Rucksack. Sie betreuen die Kinder und übergeben im Ernstfall den Patienten den Sanitätern oder Eltern. Sie können den Puls und den Blutdruck messen, sammeln wichtige Informationen, können richtige Lagerungen vornehmen und geeignete Verbände anlegen. Auch nehmen sie am Tag der offenen Tür teil und leisten wertvolle Hilfe bei den Bundesjugendspielen. Sie wählen sich ein eigenes Leitungsteam, das sich um den Dienstplan, die Meldung der Fälle an die Johanniter Unfallhilfe und die Bestellungen kümmert. Selbstverständlich wollen auch die Lehrer fit bleiben: Jedes Jahr nehmen 10 Lehrer an einem zweitägigen Kurs in Erster Hilfe teil und 10 weitere frischen ihre Kenntnisse in einem eintägigen Kurs wieder auf. 

Etliche ehemalige Schulsanitäter arbeiten inzwischen als Ärzte, einige derzeitige Schulsanitäter genießen das Vertrauen der Schülerschaft und wurden zum Schülersprecher der Schule gewählt und einer der Ehemaligen hat uns erst kürzlich geschrieben, dass er einem Radfahrer nach Unfall mit Fahrerflucht das Leben retten konnte. Sie alle haben gelernt, Verantwortung zu übernehmen.

Sf-07/2015