Geschichte/ PW

Geschichte fordert uns heraus…
Warum sind die Neandertaler ausgestorben? Wieso sangen die Ägypter dem Nil Lieder? Welche Handlungsalternativen hatte Ludwig der XVI am Vorabend der Französischen Revolution? Welche Formen des Umgangs mit Fremden kannten unterschiedliche Gesellschaften zu unterschiedlichen Epochen? Warum scheiterte die erste deutsche Republik? Welche Gemeinsamkeiten teile ich mit den Menschen früherer Epochen,  wo aber  bleiben sie mir dauerhaft fremd und wieso ist das so?

Glauben, Wissen, Hoffen und Handeln der Menschen früherer Epochen fordern uns heraus. Der Gesichtsunterricht am Jüdischen Gymnasium nimmt Schülerinnen und Schüler mit auf eine Reise in die Geschichte, er möchte zum Fragen anregen und Fragen beantworten. 

Das Ziel unseres Unterrichts ist die Befähigung der Schülerinnen und Schüler zu historischem Denken. Darunter versteht die Geschichtsdidaktik die Fähigkeit, historische Zusammenhänge selbstständig analysieren und beurteilen zu können – zum einen in ihrer Historizität aber auch mit Hinblick auf gegenwärtige und zukünftige Gesellschaftsentwürfe.

Organisation des Faches am Jüdischen Gymnasium
Das Fach Geschichte wird am Jüdischen Gymnasium in der Sek I in jeder Klassenstufe zweistündig, in der Qualifikationsphase in drei- bzw. fünfstündigen  Grund- und Leistungskursen unterrichtet. In Zielen, Methodik und Inhalten orientiert sich die Arbeit der Fachkolleginnen und -kollegen an den Rahmenplänen des Senats für Berliner Gymnasien.

Jüdische Inhalte im Geschichtsunterricht
Jüdische Inhalte, Fragestellungen und Themen haben einen besonderen Platz im Geschichtsunterricht des Jüdischen Gymnasiums, denn die Schülerinnen und Schüler unserer Schule treten an die Geschichte oft mit zusätzlichen Fragen heran. Diesen wollen wir – neben den verbindlichen Inhalten des Rahmenlehrplans -  Raum geben. In diesem Sinne benennt das Schulinterne Curriculum des Jüdischen Gymnasiums spezifisch jüdische Themen und Inhalte, die zum Teil in epochenübergreifenden Unterrichtseinheiten behandelt werden.

Pä-12/2012