CHEMIE

Faszination Chemie
Die Chemie hat einen griechisch-arabischen Ursprung. Unser heutiges Wort “Chemie” leitet sich vom griechischen “χημεία” (etwa: Chymeia) ab, das wörtlich die “Kunst des Metallgießens”, im weiteren Sinne die Lehre von der “Schmelzung” und Umwandlung (der Stoffe) meint. Zur Wissenschaft wandelte sich die Chemie im 18. Jahrhundert, als gezielt Experimente durchgeführt wurden, um die „stoffliche“ Welt und ihre Gesetzmäßigkeiten zu erforschen. Chemie ist eine wichtige Wissenschaft für die Entwicklung neuartiger Werkstoffe und hochwirksamer Medikamente – und für Feuerwerk. 

Die Chemie befasst sich mit den Eigenschaften der Elemente und ihrer Verbindungen. Sie beschäftigt sich mit Stoffumwandlungen und den damit einhergehenden Energieeffekten. Heutzutage geht es auch um die Analyse von Stoffzusammensetzungen, insbesondere der Nachweis von Schadstoffen, die Optimierung bereits bekannter Herstellungsprozesse und Vorhersagen über bislang unbekannte Verbindungen.

Obwohl alle Stoffe aus vergleichsweise wenigen „Bausteinsorten“, nämlich aus etwa 80 bis 100 der 118 bekannten Elemente aufgebaut sind, führen die unterschiedlichen Kombinationen und Anordnungen der Elemente zu einigen Millionen sehr unterschiedlichen Verbindungen, die wiederum so unterschiedliche Materieformen wie Wasser, Sand, Pflanzen- und Tiergewebe oder Kunststoffe aufbauen. Die Art der Zusammensetzung bestimmt schließlich die chemischen und physikalischen Eigenschaften der Stoffe und macht damit die Chemie zu einer umfangreichen Wissenschaft.

Chemie an Jüdischen Gymnasium
Die Durchführung von Experimenten in der Chemie ist die wichtigste Quelle der Erkenntnisgewinnung und führt zur Formulierung von Hypothesen und Gesetzen sowie zur Entwicklung von Modellvorstellungen und Theorien. Das Experiment und der Nachvollzug von Wegen der Erkenntnisgewinnung sind daher zentrales Anliegen des Chemieunterrichts. Logisches und komplexes Denken können in diesem Bereich vorzüglich geschult werden. Es werden Kenntnisse und Fähigkeiten zur Einschätzung der Gesundheits- und Umweltrisiken gefährlicher Stoffe vermittelt. An einige Chemiestunden der eigenen Schulzeit wird sich wohl jeder erinnern, die erste eigene Knallgasprobe, eine Nase voll Buttersäure oder die Versuche, die nicht klappen wollten.

Das Fach Chemie wird in den Klassen 5 und 6 im Rahmen des naturwissenschaftlichen Unterrichts vermittelt. In der Sekundarstufe I (Klassenstufen 7 bis 10) wird es durchgehend unterrichtet. In der Sekundarstufe II werden regelmäßig Grund- und Leistungskurse angeboten. In allen Klassenstufe wird Chemie kontextorientiert, d.h. alltagsnah unterrichtet.
Auf der Basis der schulinternen Curriculums der Naturwissenschaften vermitteln die Kolleginnen und Kollegen den Schülerinnen und Schülern gleichermaßen naturwissenschaftliche, methodische, kommunikative und reflexive Kompetenzen. Dabei werden regelmäßig Inhalte der Nachbardisziplinen Biologie, Physik, Mathematik und Geographie über sogenannte „Lerninseln“ verknüpft. Weiterhin wird der Unterricht durch thematisch vorbereitete Exkursionen zu wissenschaftlichen bzw. musealen Institutionen ergänzt.

Engagierte Schülerinnen und Schüler nehmen an der Bio-Chemie- und der Tierpflege-AG teil.
Die Chemie- und Biologiefachbereiche nutzen zwei Fachräume. Beide sind als Schülerübungsräume mit Gas-, Wasser-, Elektroanschlüssen und Abzügen ausgestattet . Beide Übungsräume sind mit Glasgeräten und Chemikalien in Schülersätzen ausgestattet, so dass gute Voraussetzungen für einen experimentellen und schülerorientierten Unterricht gegeben sind. Außerdem steht ein Beamer mit Internetzugang in jedem Raum zur Verfügung. So können im Chemieunterricht Filme und Animationen eingesetzt werden, um das Verständnis der Vorgänge auf molekularer Ebene zu erleichtern. Gleichzeitig können die Schüler die Medien nutzen um eigene Präsentationen vorzustellen. Weiterhin gibt es OH-Projektoren, Fernseher, Video- und DVD-Player.

Kl-12/2012