Tag der offenen Tür am 13. Januar

Zum Tag der offenen Tür am Sonntag, dem 13. Januar 2019, von 11 bis 15 Uhr laden wir nicht nur alle Interessenten für die neuen 5. und 7. Klassen herzlich ein. Klassen, Kollegium und Fächer präsentieren sich mit vielerlei Aktionen und Projekten, für das leibliche Wohl ist gesorgt. In unserem Sekretariat können Sie an diesem Tag bereits Termine für die Aufnahmegespräche vereinbaren. Ab Montag, dem 14. Januar, ist dies dann auch telefonisch möglich. Da der Tag der offenen Tür auch von den Mitgliedern der Schulgemeinschaft regelmäßig besucht wird freuen wir uns auf einen geselligen und "hejmischen" Sonntag!

Chanukka Party 2018

Bitte beachten Sie unseren Elternbrief zur Chanukka Party am Mittwoch, dem 5.12.2018.

Exkursion der Geographie Grundkurse Q1 zu der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen Berlin

29. November 2018


Unbezahlbare Mieten? Ewig andauernde Bauvorhaben und begrenzte Fläche, die zu bebauen ist? Gleichzeitig aber immer mehr Zuwanderer und Löhne, die den Mieten nicht gerecht werden können? Genau mit diesen Problemen und der Findung einer Lösung dieser Probleme befasst sich die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen Berlin, bei der die Geographie-Grundkurse des ersten Semesters von Frau Mönch am 29. November 2018 einer Gesprächsrunde und Präsentation beiwohnten. Interessant waren dabei die Einblicke in die Praxis der politischen Stadtentwicklung, den Lösungsansätzen für oben beschriebene Probleme zu lauschen sowie Antworten auf Fragen zu aktuellen Stadtprojekten Berlins zu finden.
Seit 2008 steigt in Berlin die Nachfrage nach Immobilien. Das Resultat: Die Mieten steigen, da Eigentümer ihre Grundstücke für immer mehr Geld weiterverkaufen. Das Ziel der Senatsverwaltung sind Bezirke, die vielfältig gestaltet sind, gleichzeitig aber auch die Wohnungen für alle sozialen Schichten bezahlbar lassen. Zur gleichen Zeit soll dieser Vorgang aber ökologisch und klimagerecht stattfinden. Eine weitere Herausforderung? Die Werte und Normen der Bürger und Bürgerinnen sollen mit übernommen werden, gleichgültig wie sich die Stadt in naher Zukunft weiterentwickeln soll.

Clara Wahlig, Q1

„Und die Akten musst du fotografieren und lebend zurückkommen“
Ungewöhnliches Zeitzeugengespräch am Jüdischen Gymnasium

Diese Anweisung war das Einzige, was Michael Maor im Frühjahr 1960 von seinem Vorgesetzten beim Mossad hörte. 

Er sollte Akten, den Fall Adolf Eichmann betreffend, fotografieren. Michael Maor wurde als Horst Michael Sternschein im Jahr 1933 in Halberstadt geboren, seine Eltern kamen 1944 als Partisanen auf dem Balkan um. Maor selbst wanderte 1945 nach Israel aus, wo er später für den Mossad arbeitete und im Militär tätig war. Letztendlich wurde er Fotograf. 
Ende November war er bei uns im Jüdischen Gymnasium Moses Mendelssohn zu Gast. 
Organisiert wurde das Zeitzeugengespräch mit einer zehnten Klasse von Frau Thomasius und Frau Mönch. Herr Maor erzählte uns, wie er als Waisenkind ins damalige Palästina kam, von seiner späteren Arbeit beim Mossad, aber auch die eine oder andere lustige Geschichte wie die, als er seine Frau kennenlernte. 
Natürlich war für alle Zuhörer*innen die spannendste Geschichte, diejenige, wie Maor im Frühjahr 1960 im Auftrag des Mossad in das Büro Fritz Bauers, des hessischen Generalstaatsanwalts, in Frankfurt mit einem Nachschlüssel eindrang und dort Bauers Ermittlungsakten über Eichmann abfotografierte. Diese wurden für die Legitimität der Entführung Eichmanns und die Anklageerhebung benötigt. 
Es war ein sehr einzigartiges, lehrreiches Gespräch. Wir hörten aufmerksam zu, diskutierten und stellten Fragen. Ich denke jeder von uns hat etwas mitgenommen, und wir alle haben an diesem Tag viel gelernt.

Text: Noomi Blumenberg 
Foto: Sabine Thomasius

John Maar Bundessieger im Bundeswettbewerb Mathematik (2. Runde)

27. November 2018

Unser Abiturient John Maar (Abi 2018) hat auch die zweite Runde des Bundeswettbewerbs Mathematik für sich entschieden. In der dritten und letzten Runde wird nun jede Preisträgerin und jeder Preisträger ein etwa einstündiges Fachgespräch mit je einer Mathematiker*in aus Universität und Schule führen. Auf dieser Basis werden dann die Bundessieger/innen ausgewählt. Wir gratulieren John und drücken die Daumen! Außerdem gehen unsere Glückwünsche gleichzeitig an Johns langjährige Mathematiklehrerin Frau Wirnick!

„Erzähl mir was vom Tod!“

22. November 2018

Die Klasse 6 unserer Schule beschäftigt sich im Deutschunterricht mit dem Thema „Leben und Sterben“. Dabei lernten die Schüler*innen zum Beispiel die Merkmale von Lebewesen kennen, diskutierten über Kinderrechte und besprachen „Was zum Glücklichsein gehört“. 

Im Zentrum des zweiten Teils dieser Unterrichtseinheit steht Peter Härtlings Roman „Alter John“, der vom Leben mit einem besonderen Großvater und von dessen Tod handelt. Daneben informieren sich die Kinder über Beerdigungsriten und Jenseitsvorstellungen bei verschiedenen Völkern und Religionen. Im Zusammenhang mit einem Besuch der Ausstellung „Erzähl mir was vom Tod!“ im FEZ Wuhlheide nahm die Klasse an einem Gespräch mit der Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Barbara König teil. Sehr offen diskutierten sie mit ihr darüber, warum das Thema „Tod“ in unserer Gesellschaft mit einem Tabu belegt ist, und wie Kinder an diese wichtige Frage herangehen.
Die Staatssekretärin sowie der Moderator, Prof. Dr. päd. Dr.h.c. H. Steffens, zeigten sich ebenso wie die Deutschlehrein der Klasse 6 von den Schüler*innen beeinruckt.

Die Pressemitteilung des FEZ anlässlich des Gespräches ist einzusehen unter:
https://fez-berlin.de/presse/pressemitteilungen/artikel/254-ich-geh-dann-schon-mal-vor/

Gedenken an die Novemberpogrome an unserer Schule

8./9. November 2018

Am 9. November 1938 gipfelte der staatliche Antisemitismus der Nationalsozialisten in einem Pogrom gegen die Juden. 

In der Reichspogromnacht wurden im Gebiet des Deutschen Reiches 91 Menschen ermordet, in den Tagen danach über 30.000 jüdische Männer verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt. 1.200 Synagogen und Gebetshäuser sowie 7.500 jüdische Geschäfte wurden zerstört.

In unserer Schule findet jedes Jahr am 9. November ein Projekttag statt, an dem sich jede Klassenstufe in unterschiedlicher Herangehensweise mit diesem Thema beschäftigt und so der Opfer gedenkt. Außerdem nehmen die Klassen 7 bis 10 an der "Namenslesung" statt.

Vergesst nur nicht, wenn wir auch nimmer wiederkehren,
Wenn, wo wir sterben, einst kein Grabstein steht,
Und wenn von all dem Leid, das wir getragen,
Kein Laut noch und kein Stöhnen aus den Gruben weht.

Vergesst nur nicht, wenn auch die Tage wandern und die Jahre,
Wenn Blumen blühen, wo der Tod gesät,
Und wenn dereinst auf unserm Feld der Tränen
Der Schnitter wieder reife Halme mäht!
Auch dann: Vergesst nur nicht!

Auschwitz 1944 (Unbekannter Verfasser)

Zum Download: Die überarbeitete Schulordnung

Zum Download: JGMM aktuell 2018.09

Schulsprecher*in-Wahl am JGMM

 8. September 2018

Zu Beginn jedes Schuljahres werden nicht nur die Klassensprecher*innen, sondern auch die Schulsprecher*in samt Stellvertreter*innen gewählt. Sie leiten die Gesamtschüler*innenvertretung (GSV) – das Schüler*innen„parlament“ – das aus den gewählten Vertreter*innen aller Klassen und Jahrgangsstufen besteht. Dies ist der Ort, an

dem die Ideen der Schüler*innen gesammelt werden, über die anschließend abgestimmt wird. Beschlüsse, die in der GSV gefasst werden, versuchen die Vertreter*innen, in der Schulorganisation und -kultur zu verwirklichen.

Am Freitag, den 7.9.2018 gaben 312 Schüler*innen von acht bis zwölf Uhr zwanzig ihre Stimme in der Bibliothek ab (ca. 70 % aller JGMM Schüler*innen). Vor allem die Klassen 5 bis 10 waren eifrig bei der Sache. Schüler*innen aus acht Klassen füllten das erste Mal selbstständig in einer Kabine einen Wahlzettel aus – ähnlich wie bei der Bundestagswahl. Kurz nach eins stand dann das Ergebnis fest.

Aus den insgesamt 11 Kandidaten*innen wurde Marvin Rave (11. Jahrgang) zum Schulsprecher gewählt, Stellvertreter wurden Alexander Surzher (12. Jahrgang) und Lin Buschmeier sowie Carsten Voges (8a). Sie wollen sich in diesem Jahr gemeinsam für einen attraktiver gestalteten Schulhof, die weitere Digitalisierung des Unterrichts sowie für die Belange der Schüler*innenschaft engagieren. 

Unser Dank gilt denWahlhelfer*innen Monika Skripnik, David Romanovsky, Oskar Adiniaev, Nantko van Buren, Konrad Grapentin, Ana Cizmesija, Isabel Kleine, Noomi Blumenberg, Alicia Stein, Oskar Zehe, Lia Huber und Kaya Sichelschmidt. Herzlichen Dank auch an die nicht gewählten Kandidat*nnen sowie an alle unterstützenden Lehrer*innen und die Schulleitung. Auf ein neues, erfolgreiches Schuljahr!

Anne Mönch, Vertrauenslehrerin/ Fachleitung PW

„Herr Seibert, lügen Sie auch mal?“

Schüler*innen des JGMM bei der Jugendpressekonferenz im Bundespresseamt

26. August 2018

Am Sonntag, den 26. August, öffnete das Bundespresseamt seine Pforten, um Fragen

von Jugendlichen an den Chef des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung Raum zu geben. Neben vier Schülern und zwei Schülerinnen des JGMM von Klasse 9 bis 10 nahmen auch Jugendliche aus anderen Stadtteilen und Schulen teil.

Steffen Seibert, Chef des Bundespresseamtes, stellte sich gut 40 Minuten dem bunten Strauß an Fragen.  Die Schüler*innen interessierten dabei besonders Informationen zur Ausübung seines Berufes („Haben Sie während der Pressekonferenzen einen Knopf im Ohr, der Sie mit Frau Merkel verbindet?“), aber auch Konkretes zur Politik der Bundesregierung im Ausland („Warum unterstützt die Bundesregierung immer noch das Iran-Atomabkommen, wenn der Iran eindeutig israelfeindlich ist und weiterhin an der Entwicklung von Bomben arbeitet?“) und Inland („Warum setzt sich die Bundesregierung nicht dafür ein, dass Sportvereine für bedürftige Kinder kostenfrei sind?“).

Nach der Pressekonferenz lauschten die Schüler*innen noch kurz dem „Talk: Europa“ mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier, bevor sie sich an den Ständen des Bundespresseamtes mit Informationen und Materialien eindeckten.

Anne Mönch (Fachleiterin PW)

Niemals Schach matt

26. Juni 2018

Unsere Schüler feierten beim diesjährigen Schnellschachturnier für Schüler(innen) ohne Vereinszugehörigkeit in der Max-Planck-Oberschule einen überragenden

Erfolg. Alle ersten drei Plätze in der Wettkampfklasse Jugend (7.-9. Klassen) gingen an das Jüdische Gymnasium Moses Mendelssohn. Ungeschlagener Erster wurde Leo Francesco Frega (8c). Der zweite Platz ging an Benjamin Schapiro (8a), der zwar punktgleich, aber nach Wertung vor dem Drittplatzierten Erik Danovych (9b) landete. Auch Avi Schapiro (9a), Nantko van Buuren (9a) und Elias Boekhoff (10a) spielten ein tolles Turnier und waren in den vorderen Rängen vertreten. Eine ganz starke Leistung unserer Jungs!

Betreuer: Grischa Gorodetski, Martin Ganzmann (Schach AG)

Erfolgreiche Teilnahme an den Makkabi Deutschland Junior Games

11. Juni 2018

Drei Schüler unserer Schule nahmen an der ersten Deutschen Jugendmakkabiade für Zwölf- bis Achtzehnjährige, die vom 30. Mai bis zum 3. Juni in München stattfand, teil. Sie wurde in den Disziplinen Fußball, Basketball, Volleyball, Tennis, Tischtennis, Schach, Fechten und E-Sports ausgetragen.

Francesco Frega berichtet über seine aufregende Erfahrung:„Am Mittwoch sind alle angekommen und wurden auf ihre Zimmer verteilt, auf der anschließenden Eröffnungszeremonie wurden allerhand Versuche unternommen, uns

Teilnehmer*innen zu verdeutlichen, dass die Games eine emotionale und amüsante Zeit sein und nicht nur in sportlicher Hinsicht interessant sein würden, sondern auch eine Gelegenheit, bei der jüdische Jugendliche Freundschaften schließen könnten. Um Mitternacht dann lagen alle im Bett und die Volunteers, die uns betreuten, gaben sich redliche Mühe, uns zum Schlafen zu bewegen. Am nächsten Tag um 6 Uhr war die Nacht vorbei und wir gingen nach dem Frühstück zur nahegelegenen Sportanlage, wo die Turniere stattfanden und ich mit meinem ersten Schachturnier begann. Die folgenden Tage verliefen ähnlich. Abends gab es immer Programm, zum Beispiel wurde ein Zeitzeuge interviewt, der die Geiselnahme durch palästinensische Terroristen 1972 überlebt hat. Im Schach wurden insgesamt drei Tuniere ausgetragen: Schnellschach, Blitzschach und Mannschaftsschach.“

Francesco brillierte dort mit einem guten Ergebnis und belegte im Mannschafs-Blitz-Schach den 1. Platz. Herzlichen Glückwunsch!

Theater - Theater

Am 7. Juni 2018 präsentieren die DS-Kurse unter der Leitung von Frau Mönch bzw. Frau Wigger ihre Arbeiten: "Der Mantel" und "Der Streit". 

https://vimeo.com/268275772

Neues aus dem Schüler*innenclub der RAA

26. April 2018

Der Kiosk findet weiterhin einmal die Woche im Schüler*innenclub statt, ab sofort immer montags. Die Garten-AG freut sich über den Frühling und die Narzissen und Tulpen im urbanen Schulgarten. Das Hochbeet wird demnächst installiert und Gemüsesamen darauf ausgesät. 

Der Schüler*innenclub lädt außerdem zu einem Treffen ein, um gemeinsam zu überlegen, wie der Schulhof noch schöner werden kann. Die Zeitungsgruppe hat in den letzten vier Monaten zwei Ausgaben herausgebracht. Die Redaktion plant bereits die nächste Ausgabe und freut sich über Beiträge aus allen Klassenstufen. 

„Freizeit with friends“ hat die Winterzeit für gemeinsames Kochen und interessante Workshops (u.a. zum Thema Asylrecht) genutzt. Zum Frühlingsauftakt traf sich die Gruppe von Schüler*innen mit und ohne Fluchterfahrung auf dem Tempelhofer Feld zum Picknicken und Fuß-und Federballspielen. 

Happy Birthday, Israel!

19. April 2018

Anlässlich des 70. Jahrestages der Gründung des Staates Israel feierten wir bei herrlichem Wetter auf unserem Hof mit Tanz und Musik.

Erfolge im Schach

10. Januar

Unsere Schule trat mit zwei Teams bei der diesjährigen 15. Mannschaftsmeisterschaft der Berliner Schulen im Schnellschach 2018 im Max-Planck-Gymnasium an.

Einen großen Erfolg erzielten unsere WK II-Schüler, als sie den Pokal für die beste Schulmannschaft ohne Vereinsspieler gewannen.

In der Wettkampfklasse II (bis 10. Klasse) spielten David Stein, Eldar Franke (7a), Benjamin Schapiro (8a), Leo Frega (8c), Avraham Schapiro (9a), Riccardo Laserstein (9b). Für die Wettkampfklasse I, in der alle Jahrgänge zugelassen sind, traten an: Marvin Rave, Elias Boekhoff, Liam Behrens (10a), Jack Flumenbaum (Q1) und Ivan Makarevich (Q3).

Ein Dank an die Trainer Grischa Gorodetski und Martin Ganzmann. Herzlichen Glückwunsch!

Wir laden alle herzlich zu unserem Tag der offenen Tür am 14. Januar 2018 ein.

Von 11 bis 15 Uhr können interessierte Schülerinnen und Schüler, Eltern, Großeltern usw. usf. unsere Schule kennenlernen. In der Aula findet eine Begrüßungsveranstaltung statt und ab 12 Uhr gibt es Informationen über die künftigen Klassen 5 und 7. Alle Fachbereiche stellen sich auf unterschiedlichste Weise, z. B. mit einer Rallye oder offenem Unterricht, vor; der FB Kunst betreibt eine Druckwerkstatt; die

Mitglieder der Begabtenförderung präsentieren ihre Projekte; die 8. Klassen betreiben ein Schülercafé. Eltern, die ihre Kinder anmelden wollen, können sich das Anmeldeformular downloaden.

Podiumsdiskussion „Was hält unsere Gemeinschaft zusammen?”

Am 23. November besuchte der Kurs Politikwissenschaften des 3. Semesters mit Frau Anne Mönch eine Podiumsdiskussion zur Frage „Was hält unsere Gemeinschaft zusammen?“. Es diskutierten Franz Müntefering, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages, und der belgische

Botschafter Ghislain d'Hoop miteinander. Drei Berliner Schulen waren zu dieser Diskussion eingeladen, die Schirmherrschaft oblag der Deutschen Gesellschaft e.V.

In der ersten Hälfte der Veranstaltung stellten die Politiker ihre Meinungen zum Thema dar. Franz Müntefering sprach unter anderem über die Bedeutung gelebter Demokratie und über das Ziel, Chancengleichheit herzustellen. Ghislain D‘Hoop stellte aus belgischer Sicht den Sinn der Verwendung von Symbolen heraus und sprach über Vermittlungsmöglichkeiten bei gesellschaftlichen Spannungen in Wertediskursen.

Danach gab es die Möglichkeit, beiden Politikern Fragen zu stellen, was von einigen unserer Kursteilnehmer*innen genutzt wurde. Wir haben an diesem Tag sehr viel über unsere Gemeinschaft, vor allem in Bezug auf die EU, gelernt. Auch war es eine interessante Erfahrung, direkt mit Politikern sprechen zu können.

Text: Judith Ederberg und Anne Mönch

Neues aus dem Schüler*innenclub der RAA (Oktober und November)

Einmal pro Woche öffnet im Schüler*innenclub der Kiosk. Die verantwortlichen Schüler*innen haben sich bisher mit Ausflügen nach Tropical Island und ins Aquarium selbst belohnt.

Die Einnahmen des Monats November werden allerdings im Rahmen des Mitzvah Days gespendet. Die Besucher*innen haben abgestimmt und dabei sprachen sich die meisten Schüler*innen für die Wohnungslosenhilfe aus.

Auf dem letzten Drücker hat die Garten-AG kurz vor dem ersten Frost sehr, sehr viele Tulpenzwiebeln in die Erde gebracht. Freuen wir uns also ganz besonders auf das Frühjahr. Die Aktivitäten des Projekts Freizeit with Friends finden nun witterungsbedingt indoor statt. Die Gruppe mit Schüler*innen mit und ohne Fluchterfahrung besuchte zuletzt einen Improvisations-Theaterworkshop sowie einen Druckworkshop.   

Wir sind schon jetzt gespannt auf die zweite Ausgabe der Schüler*innenzeitung. Die Gruppe trifft sich in den Mittagspausen und trägt momentan Artikel und Layoutmaterial zusammen. Ende November gab es einen Ausflug zu den Profis einer renommierten Tageszeitung. Die Gruppe wurde freundlich von verschiedenen Redaktionen empfangen und hatte spannende Frage (s. Foto).

R. Mahlich

Hattrick beim Quiz der Religionen  - Das Team des Jüdischen Gymnasiums gewinnt unter Leitung von Aaron Ishakov das dritte Mal in Folge

19. September 2017

Das „Quiz der Religionen“ ist seit Jahren ein fester Bestandteil der nunmehr 43. „Interkulturellen Woche“ und will Vorurteilen und Abgrenzungstendenzen zwischen den Religionsgemeinschaften entgegenwirken. Die Interkulturelle Woche ist eine Initiative der christlichen Kirchen. Sie wird von Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, Migranten-Organisationen und Integrationsbeauftragten unterstützt und mitgetragen.

Die beim Quiz gestellten Fragen sollen neugierig machen und das Interesse für die eigene wie für die anderen Religionen wecken. Gefördert wird die Veranstaltung im Rahmen des Projektes „Weißt du, wer ich bin?“, das von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), dem Zentralrat der Juden in Deutschland, dem Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) und der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) getragen wird.

Vier Teams mit Schüler*innen der Katholischen Salvatorschule, der Evangelischen Schule Frohnau, des Jüdischen Gymnasium Moses-Mendelsohn und des Thomas-Mann-Gymnasiums traten in einen Wettstreit über Fragen zu Judentum, Christentum und den Islam um den Preis des Ökumenischen Vorbereitungsausschusses für die Interkulturelle Woche. Austragungsort war in diesem Jahr die Katholische Salvatorschule in Berlin-Reinickendorf.

Das Team des Jüdischen Gymnasiums wird traditionell von Schüler*innen des 10. Jahrgangs gebildet, die sich mit ihrem Religionslehrer und Trainer, Aaron Ishakov, intensiv auf die Fragen zu der Entstehungsgeschichte, zu Ritualen, Gebeten, Symbolen etc. der drei Religionen vorbereiteten. Dabei konnten die Jugendlichen auch in diesem Jahr von der großen Erfahrung und dem Wissen ihres Religionslehrers profitieren, der sie mit dem Ablauf der Quizrunden und den Eigenheiten des Buzzers vertraut machte. Nicht nur Wissen, sondern auch Konzentration und Schnelligkeit waren gefragt. Während des Wettbewerbs saß jedes Team an einem eigenen Tisch und bemühte sich, nach Verlesen der Frage so schnell wie möglich die Antwort zu finden und gleichzeitig auf den Buzzer zu drücken. Eine Teilnehmerin berichtete: „Die Spannung zwischen den Tischen war deutlich zu spüren. Jedes Team hat auch ein unterstützendes Publikum mitgebracht, so dass der Lärm aus Anfeuerungsrufen und Applaudieren unüberhörbar und sehr motivierend war.“ Entsprechend groß war der Jubel, als das Team des JGMM bereits zum dritten Mal in Folge den ersten Platz belegte. 

„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Stimmen“ - Ein Bericht über den Ablauf der Juniorwahlen am JGMM zu den Bundestagswahlen 2017

15. September 2017

Am Freitag, den 15. September war es soweit: Nach monatelanger Vorbereitung wurden um 14.30 Uhr die zwei Wahllokale im

Keller und Dachgeschoss des Jüdischen Gymnasiums geschlossen – die Auszählung der Stimmen durch Schülerinnen und Schüler der 8. bis 12. Klasse begann.

Dieser Tag war der Höhepunkt der seit Mai 2017 laufenden Versammlungsrunden engagierter Wahlhelfer*innen am JGMM. Nach einem Aufruf über die Klassenlehrer*innen trafen sie sich ein- bis zweimal monatlich, oft mit wechselnden Anwesenheiten, was die Organisation an manchen Stellen erschwerte. Die Verantwortlichen für den Wahlvorstand wurden unter Freiwilligen ausgelost. Sie übernahmen besondere Verantwortung bei der Wahl-Organisation auf Schüler*innenebene und der Auszählung der Stimmen von Wahlberechtigten aus insgesamt neun Klassen und zwei Oberstufenjahrgängen. Wahlberechtigt waren die Klassen 8 bis 12.

Prozessbegleitend wirkten die Lehrerinnen Frau Hildebrandt und Frau Mönch, die sich nicht nur um Absprachen auf Schulleitungs- oder Fachlehrerebene kümmerten, sondern auch um Empowerment der Wahlhelfer*innen und gute Laune durch „Keksmomente“ bei den Info-Veranstaltungen.

So richtig in Fahrt kam das Wahlhelfer*innen-Team dann zu Schulbeginn im September, also zwei Wochen vor dem Wahltermin der Schule: So sorgten z.B. Emma, Fyn, Louis und Josefin (Q3) für Informationsveranstaltungen rund um den Ablauf des Wahlvorgangs in den Klassen 8 bis 12. Es gab jüngere Schüler*innen, wie Arved und Gina aus der Klasse 8a oder Max aus der 10b, die Wahlplakate zur Ausstellung organisierten und die Parteiprogramme sowie Forderungen der Direktkandidaten für den Wahlbezirk Mitte lasen, um diese gemeinsam mit Alexander aus der Oberstufe übersichtlich aufzubereiten und über Schautafeln im Schulhaus auszustellen. Frederik, ebenfalls aus der Oberstufe baute zusammen mit Josefin eine weitere Wahlurne und sie halfen u.a. bei dem Aufbau beider Wahllokale.

Und nicht zuletzt: auch viele Lehrer und Lehrerinnen unterstützen, wo sie konnten, z.B. indem sie den Nutzen von Wahlen in Demokratien erarbeiten ließen oder das Gewicht der eigenen Stimme auf das Wahlergebnis ausrechneten. Man könnte an dieser Stelle noch viel aufzählen und würdigen und es sei allen Beteiligten an dieser Stelle gedankt. Kurz vor der Wahl, konnte man dann, durch das große Engagement der vielen offiziellen und inoffiziellen Wahlhelfer*innen, die aufgeladene Stimmung im Schulhaus förmlich knistern hören.

So war auch am Wahlnachmittag, als gegen siebzehn Uhr endlich, nach mehrmaligen Zähldurchgängen, das Ergebnis feststand, die Atmosphäre sehr feierlich und zufrieden. Zentral dafür waren weniger die Prozentverteilung auf die Parteien oder die Gewinnerin der Erststimmen. Stärker wog die Tatsache, dass ein von Schüler*innen und Lehrer*innen gemeinsam veranstaltetes Großprojekt mit einer Wahlbeteiligung von über 85 Prozent erfolgreich zu Ende ging und dass in Sachen Wahlen und Demokratie tiefer gehende Einsichten gewonnen wurden.

„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Stimmen“, ist entlehnt an ein Zitat des Soziologen Niklas Luhmann und es könnte nichts besser diese feierliche Stimmung nach Auszählung der Stimmen und Durchführung der Juniorwahl am JGMM zu den diesjährigen Bundestagswahlen beschreiben. 

Text und Foto: Anne Mönch

Das Jüdische Gymnasium trauert um Ursula Reinhart-Döring (sel. A.)

Frau Reinhart-Döring – Ursula – war seit der Gründung unserer Schule 1993 als Lehrerin für Englisch und Geschichte am Jüdischen Gymnasium tätig.

Mit ihr verliert das Jüdische Gymnasium, die Schulgemeinschaft und der Fachbereich Englisch eine prägende Persönlichkeit, auch wenn sie seit Sommer 2016 nicht mehr aktiv im Schuldienst tätig war.

Ursula hat sich immer in besonders zugewandter Weise der Schülerinnen und Schüler angenommen, die mit persönlichen und privaten Herausforderungen konfrontiert waren. Viele von ihnen hatten in ihr eine mütterliche Unterstützerin. Ein Beweggrund

für dieses außerordentliche Engagement findet sich sicherlich auch in Ursulas eigenem Lebensweg und Werdegang. Gegen familiäre Widerstände hat sie auf dem Zweiten Bildungsweg das Abitur nachgeholt und im Studium die amerikanische Sprache und Kultur kennen- und lieben gelernt. Eben dieser nicht immer gradlinige Weg ließ sie besonders sensibel sein für Schülerinnen und Schüler, die auch nicht den „geraden Weg“ gehen konnten oder mochten.

Ihre Liebe zur Sprache trieb sie an, den Fachbereich Englisch mit ganzem Herzen, großer Leidenschaft und fachlichem Adlerauge aufzubauen und zu gestalten. Uns Fachkolleginnen und -kollegen war sie eine hilfsbereite und zugewandte „Chefin“, von der wir viel lernen konnten.

 Ursula hat zudem über Jahre hinweg die Interessen des gesamten Kollegiums im Vertrauensrat des Jüdischen Gymnasiums vertreten. Uns allen bleibt sie in dieser Funktion und auch aus den vielen Konferenzen als streitbare, meinungsstarke und überaus integre Persönlichkeit im Gedächtnis, die für ihre Werte und Haltungen einstand – egal wer ihr gegenüber saß.

Wir werden nicht nur ihre Brownies vermissen, sondern auch ihren speziellen Sinn für Humor, der sie auch in der letzten schweren Zeit nicht verlassen hatte. Wir hätten ihr noch viele Reisen in ferne Länder an der Seite ihres Mannes Reiner gewünscht. Ihm und ihrem Sohn Philipp gilt unser ganzes Mitgefühl.

Für den FB Englisch und das gesamte Kollegium: Nadia Raabe & Julia Pähler